Supply Chain Security: Wie legale Medikamente vor Fälschungen geschützt werden

Supply Chain Security: Wie legale Medikamente vor Fälschungen geschützt werden
Gesundheit & Medizin Torben Wehrle 4 Jan 2026 12 Kommentare

Stellen Sie sich vor, Sie nehmen ein Medikament, das Sie vom Arzt verschrieben bekommen haben - und es ist keine echte Tablette, sondern eine gefälschte Kopie. Sie enthält keine Wirkstoffe, oder worse: sie enthält Gift. Das ist keine Science-Fiction. Jedes Jahr gelangen Tausende gefälschte Medikamente in den legalen Arzneimittelmarkt. Doch seit 2013 gibt es in den USA ein System, das genau das verhindern soll: die Supply Chain Security für Arzneimittel.

Wie funktioniert das System, das Fälschungen stoppt?

Das Herzstück des Schutzes ist die Verfolgbarkeit jedes einzelnen Medikamentenpakets. Seit 2023 müssen alle rezeptpflichtigen Medikamente in den USA einen einzigartigen Code tragen - ein 2D-Datenmatrix-Barcode. Dieser Code enthält vier wichtige Informationen: den National Drug Code (NDC), eine eindeutige Seriennummer, das Chargennummer und das Verfallsdatum. Das bedeutet: Jede Tablette, jede Kapsel, jede Flasche hat eine digitale Identität. Über 1,2 Millionen dieser Codes werden täglich in den USA erzeugt. Keine zwei sind gleich.

Diese Codes werden nicht nur gedruckt - sie werden aktiv überprüft. Jeder Handelspartner in der Lieferkette: Hersteller, Großhändler, Apotheken - muss die Echtheit eines Produkts prüfen, bevor es weitergegeben wird. Wenn eine Apotheke ein Medikament einliefert, scannt sie den Barcode und sendet die Daten an ein zentrales System. Dort wird automatisch geprüft: Ist diese Seriennummer von einem zugelassenen Hersteller? Ist das Produkt bereits verbraucht oder zurückgerufen? Ist es überhaupt in der Lieferkette erlaubt?

Das System heißt DSCSA - Drug Supply Chain Security Act. Es wurde 2013 in den USA eingeführt und ist bis 2027 in mehreren Phasen umgesetzt worden. Der letzte Meilenstein: ab November 2027 müssen alle Handelspartner ihre Daten vollständig elektronisch und interoperabel austauschen. Keine Papierformulare mehr. Keine unklaren Überlieferungen. Alles digital, nachvollziehbar, sicher.

Warum ist das so wichtig?

Im Jahr 2014 wurden in den USA über 1.100 gefälschte Medikamente entdeckt und beschlagnahmt. 2022 waren es nur noch 412 - ein Rückgang von 63%. Das ist kein Zufall. Das DSCSA-System hat die Fälscher schwer getroffen. Früher konnten Fälscher einfach ein paar Pakete mit falschen Etiketten in die Lieferkette einschleusen. Heute: Sobald ein Paket mit einer nicht registrierten Seriennummer auftaucht, wird das System alarmiert. Die Apotheke, die es erhält, kann es nicht verkaufen. Der Großhändler, der es weiterleitet, wird sofort darauf hingewiesen. Und die FDA wird automatisch informiert.

Das System hat auch gezeigt, wie schnell es bei Krisen reagieren kann. 2022, als es eine Kontamination von Säuglingsnahrung gab, konnten betroffene Chargen innerhalb von 72 Stunden identifiziert und aus dem Verkehr gezogen werden. Vor DSCSA hätte das bis zu zwei Wochen gedauert. Bei Medikamenten könnte das Leben kosten.

Wer ist beteiligt - und wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Es ist kein einzelner Akteur, der das System am Laufen hält. Es ist ein Netzwerk. Jeder Teilnehmer muss sich als autorisierter Handelspartner (ATP) registrieren. Das bedeutet: Nur Unternehmen, die von der FDA offiziell zugelassen sind, dürfen Medikamente handeln. Die FDA prüft täglich über 50.000 Anfragen, ob ein Unternehmen berechtigt ist - und 99,8% der Prüfungen laufen reibungslos.

Die Daten werden über einen Standard namens EPCIS ausgetauscht. Das ist kein proprietäres System von einem Unternehmen, sondern ein offener, international anerkannter Protokollstandard von GS1. Alle Hersteller, alle Großhändler, alle Apotheken - egal welchen Softwareanbieter sie nutzen - tauschen die gleichen Daten im gleichen Format aus. Das macht das System robust. Und es macht es skalierbar. Über 15 Millionen Transaktionen pro Tag werden so verarbeitet - mit einer Genauigkeit von 99,95%.

Aber es gibt Haken. Ein großer: Repackaging. Wenn ein Großhändler eine große Charge in kleinere Packungen umfüllt - etwa für Pflegeheime -, wird oft der Original-Barcode zerstört. Dann muss das neue Paket neu serialisiert werden. Und hier passieren Fehler. 12,7% der gescannten Barcode in Feldtests waren unlesbar. Das ist nicht viel, aber bei Milliarden von Packungen werden das Tausende.

Ein falsches Medikament wird von einem geheimnisvollen Mann eingeschmuggelt, während ein echtes Produkt einen Alarm auslöst.

Was kostet das - und wer zahlt?

Das System ist teuer. Ein mittelgroßer Hersteller muss zwischen 500.000 und 2 Millionen Dollar investieren, um die Infrastruktur aufzubauen. Für eine kleine unabhängige Apotheke mit zehn Mitarbeitern kostet die Compliance etwa 18.500 Dollar pro Jahr - das sind 3,2% des Gewinns. Viele kleine Apotheken haben Schwierigkeiten, diese Kosten zu tragen. Laut einer Umfrage der National Community Pharmacists Association haben 63% der kleinen Apotheken Probleme, die elektronischen Anforderungen ab 2023 zu erfüllen.

Große Unternehmen wie Merck haben die Investition als Erfolg gesehen. Ihre Serienprüfung dauerte früher 15 Minuten pro Paket. Heute: 47 Sekunden. Und sie haben so im ersten Quartal 2023 allein 212 gefälschte Angebote abgefangen. Für große Firmen ist es eine Investition in Vertrauen. Für kleine Apotheken ist es eine Überlebensfrage.

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Die USA sind nicht die einzigen, die das Problem angehen. In der EU funktioniert das System anders. Dort heißt es Falsified Medicines Directive (FMD). Auch dort gibt es einen 2D-Barcode mit Seriennummer. Aber statt dass jeder Handelspartner die Daten direkt austauscht, müssen alle Apotheken ihre Scans an ein zentrales europäisches System senden - den European Medicines Verification System (EMVS). Dort wird geprüft, ob das Produkt echt ist. Und dann wird der Code „dekommissioniert“ - er wird als verbraucht markiert. Das ist ein zentralisierter Ansatz. In den USA ist es dezentral - jeder handelt direkt mit jedem.

Die Unterschiede sind groß. In den USA dürfen Seriennummern Buchstaben und Zahlen enthalten. In der EU nur Zahlen. Die USA haben drei Dokumente pro Transaktion: TI, TH, TS. Die EU hat nur einen. Das macht es für internationale Unternehmen schwierig. Ein Pharmaunternehmen, das in den USA und in der EU verkauft, muss zwei komplett unterschiedliche Systeme parallel betreiben. Das kostet 22% mehr als nur in den USA zu operieren, wie PwC 2022 berechnet hat.

Patienten erhalten ihre Medikamente, während ein schützendes Herz aus globalen Gesundheitsnetzwerken über ihnen schwebt.

Was kommt als Nächstes?

Die Zukunft liegt in der Vernetzung. Ab 2025 müssen alle Transaktionen im JSON-Format statt im alten XML-Format ausgetauscht werden. Das ist schneller, flexibler, leichter zu verarbeiten. Und ab 2027 ist die vollständige Interoperabilität Pflicht. Dann gibt es keine Ausnahmen mehr. Keine Papierdokumente. Keine manuellen Prozesse. Alles ist digital, automatisch, sicher.

Einige Unternehmen experimentieren bereits mit Künstlicher Intelligenz. Sie analysieren Transaktionsdaten, um Muster zu erkennen: Ist eine Lieferung ungewöhnlich spät? Kommt sie von einem ungewöhnlichen Absender? Ist die Seriennummer plötzlich in einer Region aktiv, wo sie nie vorher war? Diese Systeme können verdächtige Aktivitäten vorhersehen - bevor sie zu einem Problem werden.

Einige große Firmen testen sogar Blockchain. Die Idee: Jede Transaktion wird als unveränderlicher Block in einer Kette gespeichert. Niemand kann sie nachträglich ändern. Noch ist das nicht Standard - aber es ist ein Versuch, die Transparenz noch weiter zu erhöhen.

Was bleibt zu tun?

Das System funktioniert. Es hat die Zahl der gefälschten Medikamente drastisch reduziert. Es rettet Leben. Aber es ist nicht perfekt. Es ist teuer. Es ist komplex. Und es ist nicht international harmonisiert.

Die größte Herausforderung ist jetzt: Kleine Apotheken und kleine Hersteller müssen nicht zurückbleiben. Sie brauchen Unterstützung - finanziell, technisch, beratend. Die FDA hat bereits Hilfsprogramme gestartet. Die Industrie entwickelt einfachere, günstigere Software-Module. Aber es muss schneller gehen.

Der nächste Schritt ist nicht nur technisch - er ist menschlich. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen. Dass Patienten wissen: Wenn sie ein Medikament nehmen, ist es echt. Dass Ärzte wissen: Ihr Rezept wird korrekt erfüllt. Dass Apotheker wissen: Sie schützen ihre Patienten - nicht nur mit Wissen, sondern mit einem System, das funktioniert.

Was können Patienten tun?

Sie können nichts direkt tun - aber sie können aufmerksam sein. Wenn eine Tablette anders aussieht als sonst - andere Farbe, andere Form, anderes Etikett -, fragen Sie in der Apotheke nach. Wenn Sie ein Medikament online kaufen, achten Sie darauf: Nur lizenzierte Apotheken dürfen rezeptpflichtige Medikamente versenden. In den USA ist das eine Apotheke mit einer staatlichen Lizenz. Keine anonymen Webseiten. Keine Angebote aus dem Ausland, die „günstiger“ sind.

Vertrauen Sie nicht auf das Angebot - vertrauen Sie auf das System. Und dieses System - es funktioniert. Es ist nicht perfekt. Aber es ist der beste Schutz, den wir heute haben.

Was ist der Unterschied zwischen DSCSA und FMD?

Der DSCSA (USA) ist ein dezentrales System, bei dem alle Handelspartner direkt elektronisch Daten austauschen. Die FMD (EU) nutzt ein zentrales System: Apotheken scannen Medikamente und melden sie an eine zentrale Datenbank, die dann die Echtheit prüft. DSCSA verwendet Buchstaben und Zahlen in Seriennummern, FMD nur Zahlen. DSCSA erfordert drei Dokumente pro Transaktion, FMD nur einen. Beide zielen auf die gleiche Zielsetzung - aber mit unterschiedlichen technischen Wegen.

Warum müssen Apotheken Medikamente scannen?

Jedes Mal, wenn ein Medikament in die Apotheke kommt oder an einen Patienten abgegeben wird, wird der Barcode gescannt. Das prüft, ob das Produkt echt ist, ob es abgelaufen ist oder ob es bereits zurückgerufen wurde. Wenn der Scan fehlschlägt, wird das Produkt nicht verkauft. Das ist der letzte Schutz, bevor ein Medikament in die Hand eines Patienten gelangt.

Können Fälscher das System umgehen?

Es ist schwieriger geworden - aber nicht unmöglich. Fälscher versuchen, echte Barcode-Daten zu kopieren oder illegale Hersteller zu imitieren. Doch das System prüft nicht nur den Barcode - es prüft auch, ob der Absender autorisiert ist. Wenn ein Paket von einem nicht zugelassenen Händler kommt, wird es sofort als verdächtig gemeldet. Zudem werden Seriennummern in Echtzeit gegen Herstellerdatenbanken abgeglichen. Das macht Fälschungen extrem riskant und teuer - und deshalb selten.

Was passiert, wenn ein Medikament als gefälscht gemeldet wird?

Sobald ein Produkt als verdächtig identifiziert wird, wird es sofort aus der Lieferkette entfernt. Alle betroffenen Handelspartner werden benachrichtigt. Die FDA leitet eine Untersuchung ein. Das Produkt wird isoliert, analysiert und gegebenenfalls zurückgerufen. Innerhalb von 24 Stunden muss der betroffene Partner eine Untersuchung durchführen - und das System sorgt dafür, dass das nicht ignoriert werden kann.

Ist das System auch in Deutschland gültig?

Nein, das DSCSA ist ein US-amerikanisches Gesetz. In Deutschland und der EU gilt die Falsified Medicines Directive (FMD). Deutschland ist Teil des europäischen Systems mit dem European Medicines Verification System (EMVS). Jede Apotheke in Deutschland muss Medikamente scannen und die Daten an die zentrale europäische Datenbank senden - genau wie in Frankreich, Spanien oder Italien.

Wie sicher ist das System gegen Hackerangriffe?

Die Systeme erfüllen strenge Cybersecurity-Standards wie HITRUST CSF v11.2 und NIST SP 800-53. Daten werden verschlüsselt übertragen, Zugriffe werden protokolliert, und Systeme werden regelmäßig von Dritten geprüft. Dennoch gab es 2023 einen Angriff auf Change Healthcare, der die DSCSA-Prüfungen für 72 Stunden beeinträchtigte. Das zeigt: Die Technik ist robust, aber die Verbindungen zwischen den Systemen sind eine Schwachstelle. Deshalb wird an noch sichereren Protokollen gearbeitet.

Warum gibt es so viele verschiedene Systeme weltweit?

Jedes Land hat andere Gesetze, Infrastrukturen und Prioritäten. Die USA wollten ein dezentrales, marktorientiertes System. Die EU entschied sich für zentrale Kontrolle. China hat 2019 plötzlich ein System eingeführt - und viele Hersteller gerieten in Schwierigkeiten. Die internationale Harmonisierung läuft langsam - durch Organisationen wie die ICH. Aber bis alle Länder das gleiche System nutzen, dauert es noch Jahre. Bis dahin müssen Pharmaunternehmen mit mehreren Systemen gleichzeitig arbeiten.

Kommentare

  • Daniel Cash Kristiansen

    Daniel Cash Kristiansen Januar 5, 2026

    Das DSCSA-System ist ein Meilenstein in der pharmazeutischen Sicherheit, aber es ist kein Allheilmittel. Die Verwendung von EPCIS als offener Standard ist technisch brillant, doch die Implementierungslast für kleine Apotheken ist schlicht inakzeptabel. 63% der Community Pharmacists haben Schwierigkeiten? Das ist kein technisches Problem, das ist ein soziales Versagen. Wir haben hier ein System, das auf Blockchain-Niveau operiert, aber die Infrastruktur für kleine Akteure ist noch im Zeitalter der Schreibmaschine. Die FDA sollte Subventionen einführen, nicht nur Anforderungen stellen. Es geht nicht um Compliance, es geht um Überleben.

  • linn Bjorvatn

    linn Bjorvatn Januar 6, 2026

    Ich finde es beeindruckend, wie das System trotz der Komplexität mit 99,95% Genauigkeit funktioniert. Die Interoperabilität über verschiedene Softwareanbieter hinweg ist eine Meisterleistung. EPCIS als offener Standard ermöglicht es, dass selbst kleine Unternehmen mit geringen Ressourcen teilnehmen können – wenn sie die richtige Unterstützung bekommen. Die EU mit ihrem zentralisierten EMVS hat zwar andere Prioritäten, aber der Ansatz der USA ist skalierbarer und weniger anfällig für Single-Point-of-Failure. Wir sollten nicht vergessen, dass diese Technologie Leben rettet – und das ist mehr als nur ein Compliance-Regelwerk.

  • Filip overas

    Filip overas Januar 7, 2026

    99,95% Genauigkeit? Das ist eine Lüge. Wer kontrolliert diese Zahlen? Die FDA? Die Pharma-Konzerne? Wer garantiert, dass die Datenbanken nicht manipuliert werden? Ich habe gesehen, wie in den USA die FDA mit Big Pharma zusammenarbeitet – und dann plötzlich gefälschte Medikamente nicht als solche klassifizieren. Die Seriennummern können geklont werden. Die Scanner können manipuliert werden. Und wer sagt, dass die „autorisierten Handelspartner“ nicht alle Teil eines globalen Netzwerks sind, das Fälschungen absichtlich durchlässt? Das ist kein Schutzsystem – das ist ein Kontrollsystem. Für die Konzerne. Nicht für uns.

  • Tora Jane

    Tora Jane Januar 8, 2026

    Ich bin Apothekerin und sehe jeden Tag, wie stressig das Scannen ist. Aber ich weiß auch: Wenn ich ein Medikament nicht scanne, könnte ich einem Patienten etwas geben, das ihn krank macht – oder sogar tötet. Es ist mühsam, aber es ist richtig. Ich hab letzte Woche ein Paket mit einem abgelaufenen Code erwischt. Der Patient hat’s nicht bemerkt. Aber ich hab’s gescannt. Und das war der Unterschied. Ich weiß, es ist teuer, ich weiß, es ist kompliziert. Aber wenn es einem Menschen das Leben rettet – dann lohnt es sich. Einfach so.

  • Jorid Kristensen

    Jorid Kristensen Januar 9, 2026

    Deutschland hat das richtige System. FMD ist klar, zentral, kontrollierbar. Die USA? Chaos mit Barcode. Buchstaben in Seriennummern? Was ist das für ein Wildwest-Approach? Wir in Europa haben Standards – und wir halten uns daran. Kein Durcheinander. Kein „jeder macht, was er will“. Und dann kommt so ein US-Technokraten-Typ und sagt, ihr macht’s falsch? Nein. Wir machen’s richtig. Einfach. Sauber. Effizient. Keine 22% Mehrkosten für deutsche Firmen, weil Amerika nicht aufhören kann, alles zu überkomplizieren.

  • Ivar Leon Menger

    Ivar Leon Menger Januar 10, 2026

    12 7% unlesbare Barcodes das ist ein riesen problem wenn du 1 2 millionen codes pro tag hast dann sind das 154000 fehler pro tag das ist nicht wenig das ist ein system das auf fehlern basiert und trotzdem als sicher verkauft wird das ist absurd die FDA sollte das als kritischen fehler einstufen nicht als kleinigkeit

  • Kari Gross

    Kari Gross Januar 11, 2026

    Die Einführung des DSCSA ist eine notwendige Maßnahme zur Gewährleistung der öffentlichen Gesundheit. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist keine Option, sondern eine Pflicht. Die Kosten für kleine Apotheken sind bedauerlich, aber nicht entschuldbar. Die Sicherheit des Patienten hat Vorrang vor wirtschaftlichen Erwägungen. Die Regierung muss sicherstellen, dass alle Akteure den gleichen Standards unterliegen. Einheitlichkeit ist der Schlüssel zur Integrität der Lieferkette.

  • Nina Kolbjørnsen

    Nina Kolbjørnsen Januar 12, 2026

    Ich find’s einfach super, dass das funktioniert! Vor fünf Jahren hab ich noch von Fälschungen gehört, jetzt kommt fast nichts mehr durch. Ich hab neulich ne App gesehen, die zeigt dir an, ob dein Medikament echt ist – und das ist kein Sci-Fi mehr, das ist Wirklichkeit. Kleine Apotheken müssen nicht allein kämpfen – die Industrie kann helfen, die Regierung muss unterstützen. Aber das System? Das ist ein echter Gewinner. Wir müssen nur dafür sorgen, dass keiner zurückfällt. Jeder verdient sicheres Medikament. Punkt.

  • Thea Nilsson

    Thea Nilsson Januar 13, 2026

    ich find das system eigentlich ziemlich cool aber manchmal scann ich was und es sagt „invalid“ aber das medikament ist echt und die apothekar sagt „kann nicht verkaufen“ und dann muss ich 2 tage warten… das ist nervig aber ich verstehe auch warum. nur… könnte man das nicht besser lösen? so wie mit einem manuellen fallback? ich meine, es geht doch ums leben, nicht um perfekte technik

  • Lars Ole Allum

    Lars Ole Allum Januar 14, 2026

    Blockchain ist die Zukunft das ist klar ich hab das letzte jahr bei einer demo gesehen wie ein block die ganze lieferkette abbildet und es war wie ein digitaler ausweis für jede tablette das ist der nächste schritt nach DSCSA und wenn die FDA das nicht bald zulässt dann wird irgendwer anders das machen und dann sind wir wieder zurück im 20. jahrhundert

  • Øyvind Skjervold

    Øyvind Skjervold Januar 16, 2026

    Vielen Dank für diese detaillierte und fundierte Darstellung. Es ist wichtig, dass wir die technischen, wirtschaftlichen und menschlichen Dimensionen dieses Systems gemeinsam betrachten. Die Balance zwischen Sicherheit und Zugänglichkeit ist delicat – und sie erfordert nicht nur Technik, sondern auch Empathie. Ich hoffe, dass die Unterstützung für kleine Apotheken nicht nur als „Hilfsprogramm“ verstanden wird, sondern als gesellschaftliche Verantwortung. Jede Tablette, die ein Patient erhält, sollte mit Vertrauen eingenommen werden können. Und dafür lohnt sich jede Anstrengung.

  • Jan Tancinco

    Jan Tancinco Januar 17, 2026

    Die EU-FMD ist überlegen. Punkt. Keine Diskussion. Die USA haben ein System, das von Konzernen gesteuert wird – und das ist kein Schutz, das ist ein Geschäftsmodell. In Deutschland wird jedes Medikament zentral verifiziert. Kein Durcheinander. Keine Buchstaben in Seriennummern. Kein Chaos. Und trotzdem funktioniert es. Die USA reden von Innovation – wir reden von Sicherheit. Und wer will nicht, dass sein Medikament wirklich sicher ist? Nicht von einem Algorithmus, sondern von einem System, das nicht von Profit abhängt.

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