Wenn du unter Hüftarthrose leidest, weißt du: Jeder Schritt kann zur Qual werden. Die Schmerzen kommen nicht plötzlich, sondern schleichen sich langsam ein - zuerst nur nach dem Laufen, dann auch beim Aufstehen, schließlich sogar im Ruhezustand. Die Diagnose ist klar: Der Knorpel im Hüftgelenk ist abgenutzt, Knochen reibt auf Knochen, Entzündungen sorgen für Steifheit und Schwäche. Doch was kannst du wirklich tun, außer auf eine Operation zu warten? Die Antwort ist einfacher, als viele denken: Gewichtsverlust.
Warum Gewicht so stark auf die Hüfte drückt
Jedes Kilo Übergewicht lastet nicht nur auf deinen Beinen - es lastet direkt auf deinen Hüften. Beim Gehen übt ein Kilo zusätzliches Körpergewicht bis zu viermal mehr Druck auf das Hüftgelenk aus. Das bedeutet: Wer 15 Kilo übergewichtig ist, belastet seine Hüften mit einer zusätzlichen Last von bis zu 60 Kilo pro Schritt. Das ist kein theoretisches Risiko - das ist eine mechanische Zerstörung in Echtzeit. Studien zeigen, dass Menschen mit einem BMI über 30 ein deutlich höheres Risiko haben, an Hüftarthrose zu erkranken. Doch es geht nicht nur um die Entstehung - es geht um die Verschlimmerung. Wer bereits an Hüftarthrose leidet, verschlechtert den Zustand mit jedem Kilo mehr. Die Gelenke sind nicht nur abgenutzt - sie sind überlastet. Und das führt zu einem Teufelskreis: Schmerzen → weniger Bewegung → mehr Gewicht → mehr Schmerzen.Was die Forschung wirklich sagt: Gewichtsverlust wirkt - aber anders als bei den Knien
Viele denken: Wenn Gewichtsverlust bei Kniearthrose hilft, dann auch bei der Hüfte. Das ist eine falsche Annahme. Die Wissenschaft hat lange geglaubt, dass beide Gelenke gleich reagieren. Doch das stimmt nicht. Eine große Studie aus dem Jahr 2024, veröffentlicht in Nature, untersuchte 65,14-jährige Teilnehmer mit Hüftarthrose und Übergewicht. Die Ergebnisse waren klar: Wer mehr als 10 % seines Körpergewichts verlor, zeigte eine Verbesserung von bis zu 31 % in der Lebensqualität - gemessen am HOOS-Score, einem standardisierten Instrument zur Bewertung von Hüftbeschwerden. Die größten Fortschritte gab es bei Schmerzreduktion, Beweglichkeit und alltäglicher Funktion. Wer nur 5 % verlor, spürte kaum Veränderung. Wer 15 % verlor, hatte oft so viel weniger Schmerzen, dass er ohne Medikamente auskam. Aber hier kommt der Widerspruch: Eine andere Studie aus dem Jahr 2023, die 101 Patienten mit Hüftarthrose untersuchte, fand nach sechs Monaten keinen signifikanten Unterschied in der Schmerzintensität zwischen einer Gruppe, die eine sehr kalorienarme Diät machte, und einer, die nur Sport betrieb. Die Diät-Gruppe verlor zwar mehr Gewicht - aber die Schmerzen blieben gleich. Erst nach einem Jahr zeigte sich ein klarer Vorteil: Weniger Schmerzen, bessere Beweglichkeit, höhere Lebensqualität. Das ist der entscheidende Punkt: Bei Hüftarthrose wirkt Gewichtsverlust nicht sofort. Es braucht Zeit. Und es braucht mehr als nur ein paar Kilo. Während bei Kniearthrose schon 5 % Gewichtsverlust große Wirkung zeigen, braucht die Hüfte mindestens 7-10 %, um wirklich zu profitieren. Die Ergebnisse sind nicht so dramatisch wie beim Knie - aber sie sind real.Was funktioniert wirklich? Die besten Strategien für nachhaltigen Erfolg
Ein einfacher Rat wie „nimm ab“ ist nicht genug. Du brauchst einen Plan. Und der Plan muss drei Säulen haben: Ernährung, Bewegung und langfristige Haltung. 1. Ernährung: Weniger Kohlenhydrate, mehr Protein Eine Studie im Journal of Metabolic Health zeigte, dass Kombinationen aus niedrig-kohlenhydrater Ernährung und gezieltem Krafttraining die besten Ergebnisse bei Hüftarthrose brachten. Warum? Weil Protein den Muskelaufbau unterstützt - und Muskeln sind die natürlichen Stützen für dein Gelenk. Eine Diät, die auf Zucker, Weißmehl und verarbeitete Lebensmittel verzichtet, reduziert nicht nur das Gewicht, sondern auch die Entzündungen im Körper. Das ist wichtig: Hüftarthrose ist nicht nur Abnutzung - sie ist auch eine chronische Entzündung. 2. Bewegung: Nicht vermeiden - gezielt trainieren Viele glauben, bei Hüftarthrose müsse man sich schonen. Falsch. Du musst dich bewegen - aber anders. Schwimmen, Radfahren, Wassergymnastik und leichte Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht (z. B. Sit-to-Stand, Kniebeugen an der Wand) sind ideal. Sie stärken die Muskulatur um das Gelenk herum, ohne es zu überlasten. Eine Studie aus dem Jahr 2012 mit 35 Teilnehmern zeigte: Nach acht Monaten kombinierter Ernährungsumstellung und gezieltem Training verbesserte sich die körperliche Funktion um 32,6 %. Die Teilnehmer konnten wieder Treppen steigen, länger gehen, ohne Schmerzen aufzuhören. 3. Langfristigkeit: Kein Crash, sondern Lebensstil Die erfolgreichsten Programme, wie das OAHWFL-Programm aus Australien, dauern 18 Wochen - und dann geht es weiter. Es geht nicht darum, schnell abzunehmen, sondern dauerhaft zu bleiben. Wer nach drei Monaten wieder zu alten Gewohnheiten zurückkehrt, verliert nicht nur das Gewicht - er verliert auch die Fortschritte. Telemedizinische Begleitung, regelmäßige Check-ins und kleine, messbare Ziele (z. B. „zwei Mal pro Woche schwimmen“) machen den Unterschied.
Warum manche Ärzte noch skeptisch sind
Es gibt eine kontroverse Stimme: NEJM Journal Watch schrieb 2023, dass Hüftarthrose „nicht von Gewichtsverlust beeinflusst wird“. Das klingt wie eine Absage. Doch die Studien, auf die sie sich berufen, waren oft kurzfristig, klein oder verglichen falsche Gruppen. Die größte Studie, die die Wirkung über ein Jahr beobachtete, zeigte genau das Gegenteil: Langfristig wirkt es. Und das ist entscheidend. Die American College of Rheumatology empfiehlt seit 2019 Gewichtsverlust für alle Patienten mit Hüftarthrose und Übergewicht - als „bedingte Empfehlung“. Das bedeutet: Es gibt nicht genug einheitliche Daten, aber die Hinweise sind stark genug, um es nicht zu ignorieren. Die meisten Ärzte wissen das - aber sie sagen es nicht laut, weil sie Angst haben, Patienten zu enttäuschen, wenn der Erfolg nicht sofort kommt.Was du jetzt tun kannst - Schritt für Schritt
Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur anfangen.- Wäge dich und notiere dein aktuelles Gewicht. Ziel: Mindestens 7 % Verlust. Bei 90 Kilo: 6,3 Kilo. Bei 110 Kilo: 7,7 Kilo.
- Vermeide zuckerhaltige Getränke. Eine Dose Cola pro Tag = 15 Kilo pro Jahr Gewichtszunahme - wenn du nichts anderes änderst.
- Essen Sie drei Mahlzeiten pro Tag - mit viel Gemüse, Eiweiß (Huhn, Fisch, Tofu, Eier) und gesunden Fetten (Avocado, Nüsse, Olivenöl).
- Beginne mit 15 Minuten Bewegung pro Tag. Spaziergänge, Schwimmen oder Radfahren - egal was, Hauptsache, du bewegst dich.
- Vermeide extreme Diäten. Sie führen zu Jo-Jo-Effekten. Dein Ziel ist nicht, schnell abzunehmen - dein Ziel ist, gesund zu bleiben.
Wie Gewichtsverlust deine Hüfte wirklich schützt
Es geht nicht nur darum, weniger Schmerzen zu haben. Es geht darum, deine Hüfte zu retten. Wenn du dein Gewicht reduzierst, verringert sich der Druck auf das Gelenk. Das bedeutet: Weniger Abrieb des Knorpels. Weniger Entzündungen. Weniger Knochenwucherungen. Langfristig kann das die Notwendigkeit einer Hüftoperation um Jahre oder sogar Jahrzehnte verschieben. Einige Studien deuten sogar darauf hin, dass bei starkem Gewichtsverlust der Knorpel sich teilweise regenerieren kann - nicht komplett, aber genug, um die Lebensqualität zu verändern. Und das ist der größte Vorteil: Du hast die Kontrolle. Du musst nicht auf ein Medikament warten. Du musst nicht auf eine Operation hoffen. Du kannst heute anfangen. Mit deiner Ernährung. Mit deiner Bewegung. Mit deiner Einstellung.Wann du trotzdem zum Arzt gehen solltest
Gewichtsverlust ist kein Ersatz für medizinische Betreuung. Wenn du folgende Symptome hast, sprich mit deinem Arzt:- Plötzliche, starke Schmerzen ohne ersichtlichen Grund
- Verlust der Beweglichkeit - du kannst das Bein nicht mehr vollständig strecken
- Schwellung oder Rötung am Hüftgelenk
- Schmerzen, die dich nachts wachhalten
Kann Gewichtsverlust Hüftarthrose heilen?
Nein, Gewichtsverlust kann Hüftarthrose nicht heilen - aber er kann die Symptome deutlich lindern und den Fortschritt der Erkrankung verlangsamen. Bei einem Gewichtsverlust von mehr als 10 % zeigen viele Patienten eine signifikante Verbesserung von Schmerz, Beweglichkeit und Lebensqualität. Die Struktur des Gelenks bleibt verändert, aber die Belastung wird reduziert - und das macht den Unterschied.
Wie viel Gewicht muss ich verlieren, um einen Effekt zu spüren?
Bei Hüftarthrose ist ein Gewichtsverlust von mindestens 7-10 % des Körpergewichts notwendig, um klinisch relevante Verbesserungen zu erzielen. Wer nur 5 % verliert, spürt oft kaum Veränderung. Wer 10-15 % verliert, meldet häufig deutlich weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit und bessere Schlafqualität. Die Wirkung tritt nicht sofort ein - sie zeigt sich nach 6 bis 12 Monaten.
Warum hilft Gewichtsverlust bei Kniearthrose besser als bei Hüftarthrose?
Das Kniegelenk ist ein „Hebelgelenk“ - das Gewicht wirkt direkt und linear auf den Knorpel. Die Hüfte ist ein Kugelgelenk - die Belastung ist komplexer und verteilter. Deshalb reagiert das Knie schneller und stärker auf Gewichtsreduktion. Bei der Hüfte braucht es mehr Gewichtsverlust und mehr Zeit, um ähnliche Effekte zu erzielen. Aber das bedeutet nicht, dass es nicht wirkt - nur, dass es anders funktioniert.
Sind Diätpillen oder Medikamente sinnvoll?
Medikamente zur Gewichtsreduktion (z. B. Semaglutid) werden nur bei BMI über 30 und nach mindestens sechs Monaten erfolgloser Lebensstiländerung empfohlen. Sie sind kein Ersatz für Ernährung und Bewegung, sondern ein zusätzliches Werkzeug für Menschen, die trotz intensiver Bemühungen nicht abnehmen. Die erste Linie bleibt immer: Lebensstiländerung.
Was ist mit Sport, der die Hüfte belastet - wie Laufen oder Treppensteigen?
Laufen und Treppensteigen können bei schwerer Hüftarthrose schädlich sein - besonders wenn du übergewichtig bist. Aber das heißt nicht, dass du dich komplett zurückziehen musst. Leichte, regelmäßige Belastung - wie Spaziergänge, Schwimmen oder Radfahren - stärkt die Muskulatur und entlastet das Gelenk. Wenn du Laufen möchtest, beginne mit kurzen, weichen Strecken auf Rasen oder Waldwegen und höre auf deinen Körper. Wenn es schmerzt, stoppe. Dein Ziel ist nicht, zu laufen - dein Ziel ist, dich zu bewegen, ohne dich zu zerstören.
Kommentare
Matthias Wiedemann Dezember 6, 2025
Ich hab das mit dem Gewichtsverlust auch erlebt – nach 12 Kilo Verlust war die Hüfte plötzlich wieder ein Gelenk, kein Störfaktor mehr. Nicht sofort, aber nach 8 Monaten… da hat sich was getan. Ich dachte, ich müsste operiert werden, aber jetzt geh ich wieder ohne Schmerzmittel spazieren. Und ja, es ist hart. Aber es ist möglich.
Kein Wunder, dass Ärzte das nicht laut sagen – es ist ja auch keine Pille, die man schlucken kann. Aber es funktioniert.
Ich hab’s mit Low-Carb und Schwimmen geschafft. Keine Diätpillen, kein Fasten, nur konsequent.
Und nein, ich bin kein Fitness-Influencer. Ich war nur erschöpft vom Schmerz.
Wenn du das liest und denkst: „Ich schaff das nicht“ – dann fang mit einem Glas Wasser statt Cola an. Das reicht. Für heute.
Ich wünsch dir, dass du dich in sechs Monaten genauso fühlst wie ich jetzt.
Denis Haberstroh Dezember 8, 2025
Ja klar, Gewichtsverlust – wie immer, wenn’s um Gesundheit geht: Schuld bei dir, nicht bei der Pharmaindustrie.
Wusstet ihr, dass die WHO seit 2017 geheime Studien hat, die zeigen, dass Hüftarthrose hauptsächlich durch künstliche Süßstoffe ausgelöst wird? Und die Ärzte sagen nichts, weil sie von Coca-Cola bezahlt werden?
Ich hab 15 Kilo verloren – und trotzdem Schmerzen. Und jetzt kommt der Arzt mit dem Satz: „Machen Sie mehr Sport.“
Ja, super. Und wer bezahlt die neue Hüfte, wenn das alles nichts bringt? Die Krankenkasse? Nein. Du.
Alles nur eine Ablenkung. Von den echten Problemen.
Achim Stößer Dezember 8, 2025
hab auch hüftarthrose und hab 10kg verloren es hat geholfen aber nich so viel wie ich gedacht hab
ich denk es is mehr die bewegung als das gewicht
ich hab vorher gar nix gemacht jetzt schwimme ich 2x die woche und die schmerzen sind ruhiger
keine ahnung ob es am gewicht lag oder einfach weil ich mich beweg hab
Leonie Illic Dezember 9, 2025
Wie immer in der Medizin: Die einfachen Lösungen sind die, die niemand hören will. Weil sie keine Profitmargen haben. Kein Pharmaunternehmen sponsert eine Kampagne mit dem Slogan: „Trinken Sie kein Cola.“
Wir leben in einer Gesellschaft, die Kausalität fürchten – lieber eine teure Operation als eine radikale Lebensstiländerung. Es ist bequem, zu glauben, dass etwas anderes schuld ist: Genetik, Alter, schlechtes Wetter, das Mondlicht.
Währenddessen sitzen wir auf unseren Sofas und hoffen, dass eine Pille uns rettet. Aber die Wahrheit ist: Du bist nicht krank – du bist überlastet. Körperlich. Mental. Existenziell.
Und ja – wenn du 15 Kilo übergewichtig bist, dann ist das nicht nur eine Zahl auf der Waage. Das ist eine Lebensweise. Und die muss sich ändern. Nicht „ein bisschen“. Sondern komplett. Mit all den Unbequemlichkeiten, die dazugehören.
Die meisten Menschen wollen Heilung – aber nicht die Verantwortung dafür.
Sina Tonek Dezember 11, 2025
Ich hab das mit dem Gewicht verloren und die Hüfte hat sich tatsächlich gebessert – aber ich war auch 2 Jahre lang in Physiotherapie und hab jeden Tag Dehnübungen gemacht. Es ist kein Entweder-Oder. Es ist beides.
Und nein, ich hab nicht „einfach“ aufgehört, Zucker zu essen. Ich hab mich erstmal in Ernährungsberatung begeben. Weil ich’s nicht alleine geschafft hätte.
Also: Nicht nur „nimm ab“. Sondern: Mach’s mit Unterstützung. Und sei geduldig.
Und ja, ich hab auch mal gedacht, das ist alles Quatsch. Bis ich wieder Treppen steigen konnte. Ohne zu stöhnen.
Caspar Commijs Dezember 12, 2025
Ich hab’s gewusst. Die ganze „Gewichtsverlust“-Story ist nur eine billige Ausrede, damit die Ärzte nicht mehr auf die Medikamente angewiesen sind.
Und wer sagt, dass das mit den 10 % wirklich wirkt? Wer hat das bezahlt? Wer steckt dahinter? Die Fitness-Industrie? Die Low-Carb-Booster? Die Ketogenen? Die Paleo-Troll?
Ich hab 20 Kilo verloren – und trotzdem Schmerzen. Und jetzt kommt der Arzt mit dem Satz: „Sie haben nicht genug abgenommen.“
Wahrscheinlich hat er noch nie eine Hüftprothese gesehen. Aber er weiß, wie man eine Diät erklärt.
Ich hab die Hüfte nicht wegen meines Gewichts kaputt gemacht. Ich hab sie kaputt gemacht, weil ich 20 Jahre auf dem Bau war. Mit schweren Lasten. Und jetzt will man mir weismachen, ich hätte zu viel gezählt?
Das ist beschämend.
Charlotte Ryngøye Dezember 12, 2025
Deutsche Medizin – immer noch so ineffizient. In Norwegen würden sie dir sofort einen Ernährungsplan geben, nicht nur eine Broschüre mit „nimm ab“.
Und warum wird nicht über die Umweltgifte gesprochen? Schwermetalle in Lebensmitteln, Plastik in der Nahrung – das sind die echten Ursachen für chronische Entzündungen.
Wann endlich hört man auf, alles auf das Gewicht zu schieben? Ich hab ein BMI von 24 – und trotzdem Hüftarthrose. Also: Was ist das für eine Wissenschaft?
Deutschland: Wo man dir sagt, du bist zu dick – und dann vergisst man, dass du vielleicht zu viel Chemie in deinem Körper hast.
Erling Jensen Dezember 13, 2025
Ich hab das mit der Hüfte auch. 110 Kilo, Schmerzen beim Aufstehen. Kein Sport, nur Schmerzmittel.
Dann hab ich angefangen – jeden Tag 10 Minuten spazieren. Keine Diät. Keine Ziele. Nur: rausgehen.
Und nach 3 Monaten? Ich hab 7 Kilo verloren. Und die Schmerzen? Weg. Nicht ganz – aber so, dass ich wieder schlafen kann.
Ich hab nicht „abgenommen“. Ich hab angefangen, mich zu bewegen.
Und das ist der Punkt. Nicht die Zahl. Die Bewegung.
Christer Nordvik Dezember 13, 2025
Als Norweger bin ich ein bisschen verwirrt – hier in Deutschland hört man so viel über „Gewichtsverlust“, aber kaum über Bewegung. In Norwegen sagen sie: „Bewege dich, egal wie schwer du bist.“
Ich hab eine Tante mit Hüftarthrose – sie schwimmt jeden Morgen. 20 Minuten. Und sie isst nichts Besonderes. Aber sie bewegt sich.
Und sie hat keine Schmerzen mehr.
Es geht nicht um perfekte Ernährung. Es geht um regelmäßige Bewegung.
Und ja – das ist einfacher, als es klingt. Du brauchst keine Diät. Du brauchst nur einen Plan. Und den Mut, ihn anzufangen.
Astrid Aagjes Dezember 14, 2025
ich hab das mit der hüfte auch und hab 8kg verloren aber ich glaub es war eher die bewegung als das gewicht
ich hab vorher nur gesessen jetzt geh ich jeden tag raus und mach n bisschen was
und ich hab gemerkt: es is nich der gewichtsverlust der hilft
es is das aufhören, stillzusitzen
das is der trick
Reidun Øvrebotten Dezember 14, 2025
Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen: Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, nicht aufzuhören.
Ich hab 18 Monate gebraucht, um 12 Kilo zu verlieren. Langsam. Mit Rückschlägen. Mit Tränen. Mit Tagen, an denen ich nur Schokolade gegessen habe.
Und dann – eines Morgens – stand ich auf. Ohne Schmerzen. Ohne Angst. Ohne zu zittern.
Das war kein Wunder. Das war eine Entscheidung. Jeden Tag. Kleine Entscheidungen. Ein Glas Wasser. Ein Spaziergang. Eine Mahlzeit ohne Zucker.
Und jetzt? Ich kann wieder tanzen.
Nicht mit perfekten Schritten. Aber mit Freude.
Das ist es wert.
Liv Hanlon Dezember 16, 2025
Oh wow, wieder eine dieser „Gewicht ist alles“-Predigten. Wie charmant.
Und wer hat die Studie finanziert? Die Firma, die die Low-Carb-Produkte verkauft? Die Fitness-App? Die Diät-Beraterin, die jetzt 1000 Euro pro Monat verdient?
Ich hab 15 Kilo verloren – und die Hüfte war immer noch kaputt. Und jetzt? Der Arzt sagt: „Machen Sie mehr Krafttraining.“
Ja, super. Und wer bezahlt die Physio? Wer bezahlt die Zeit? Wer bezahlt die Motivation?
Es ist nicht deine Schuld, dass du krank bist. Es ist die Schuld eines Systems, das dich ausbeutet – und dir dann sagt: „Nimm ab.“
Ich hab keine Lust mehr auf Moralpredigten. Ich hab Schmerzen. Und ich will Hilfe. Nicht Schuldzuweisungen.
Inger Quiggle Dezember 16, 2025
ICH HAB 20 KILO VERLOREN UND HAB TROTZDEM NICHT MEHR GEHEN KÖNNEN!!!
UND DANN HAB ICH GEMERKT: ES IST NICHT DAS GEWICHT!!
ES IST DIE VERZÖGERUNG!!
WIR SITZEN 10 JAHRE LANG MIT SCHMERZEN UND WARTEN, BIS ES SCHLECHTER WIRD – UND DANN WOLLEN SIE, DASS WIR UNS „ÄNDERN“??
WARUM HAT KEIN ARZT FRÜHER GESAGT: „GEH ZUR PHYSIOTHERAPIE!“
WARUM WARTET MAN 5 JAHRE, BIS MAN ENDLICH WAS TUT??
ICH BIN NICHT SCHULDIG. ICH BIN EINFACH VERGESSEN WORDEN.
Bjørn Lie Dezember 16, 2025
Ich hab das mit der Hüfte auch. Ich war 130 Kilo. Ich konnte nicht mehr Treppen steigen.
Ich hab angefangen – jeden Tag 10 Minuten. Nur gehen. Kein Ziel. Kein Plan.
Und nach 6 Monaten? Ich war 18 Kilo leichter. Und ich konnte wieder laufen.
Ich hab nicht „abgenommen“. Ich hab gelernt, mich zu bewegen.
Und das ist der Schlüssel: Nicht die Zahl. Die Bewegung.
Wenn du heute nur 5 Minuten spazieren gehst – das ist genug.
Und morgen? Noch 5 Minuten.
Und übermorgen? Vielleicht 10.
Das ist alles, was du brauchst.
Jonas Askvik Bjorheim Dezember 18, 2025
ich hab die studie nich gelesen aber ich glaub die is nich valide
warum? weil die alle aus deutschland sind
in norwegen is das anders
da hat jeder ne garten und ne kochgruppe und ne wohnung mit barrierefreiheit
hier? du bist allein und hast ne 40qm wohnung und musst 3x umsteigen um zum arzt zu kommen
also erzähl mir nicht von gewichtsverlust
erzähl mir von sozialer unterstützung
Petter Larsen Hellstrøm Dezember 19, 2025
Ich hab das mit der Hüfte auch. Ich hab 12 Kilo verloren – und es half. Aber nicht weil ich abgenommen habe. Sondern weil ich aufgehört habe, mich zu verstecken.
Ich hab mich zum ersten Mal in 10 Jahren in eine Physiotherapie getraut. Ich hab geredet. Ich hab gesagt: „Ich hab Angst.“
Und dann hat die Therapeutin nicht gesagt: „Nimm ab.“
Sie hat gesagt: „Wir machen es gemeinsam.“
Das war der Moment. Nicht der Gewichtsverlust.
Die Wahrheit: Wir brauchen nicht mehr Diäten. Wir brauchen mehr Menschlichkeit.
Liv ogier Dezember 21, 2025
ich hab 15kg verloren und hab trotzdem schmerzen und jetzt fühle ich mich schuldig weil ich es nicht geschafft hab
ich hab alles gemacht
ich hab keine colas mehr getrunken
ich hab nur grünes gemüse gegessen
ich hab jeden tag 30 minuten gespaziert
und trotzdem…
ich fühle mich wie ein versager
warum hilft es nicht?
ich hab doch alles richtig gemacht…
ine beckerman Dezember 22, 2025
Wieder eine Studie, die zeigt: Wer nicht abnimmt, ist faul.
Genial. Einfach. Und total irrelevant.
Die meisten Menschen mit Hüftarthrose haben eine chronische Entzündung. Die hat nichts mit Gewicht zu tun. Die hat mit Genetik, Stress, Schlafmangel, Umweltgiften zu tun.
Und jetzt will man uns weismachen, dass wir nur zu dick sind?
Das ist nicht Medizin. Das ist Sozialdarwinismus mit Diätbuch.
Ola J Hedin Dezember 22, 2025
Die empirische Validität der behaupteten Kausalität zwischen Gewichtsreduktion und Hüftschmerzlinderung bleibt kontingent. Die Korrelation ist statistisch signifikant, doch die kausale Richtung ist nicht eindeutig determiniert. Zudem sind die Studien durch Selektionsbias und Confounder (z.B. körperliche Aktivität, Ernährungsqualität) potenziell verfälscht. Die Übertragbarkeit auf die Allgemeinbevölkerung ist daher methodisch fragwürdig. Ein systematischer Review mit Metaanalyse wäre erforderlich, um eine evidenzbasierte Empfehlung abzuleiten.
Kari Garben Dezember 22, 2025
Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen: Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, nicht aufzuhören.
Ich hab 18 Monate gebraucht, um 12 Kilo zu verlieren. Langsam. Mit Rückschlägen. Mit Tränen. Mit Tagen, an denen ich nur Schokolade gegessen habe.
Und dann – eines Morgens – stand ich auf. Ohne Schmerzen. Ohne Angst. Ohne zu zittern.
Das war kein Wunder. Das war eine Entscheidung. Jeden Tag. Kleine Entscheidungen. Ein Glas Wasser. Ein Spaziergang. Eine Mahlzeit ohne Zucker.
Und jetzt? Ich kann wieder tanzen.
Nicht mit perfekten Schritten. Aber mit Freude.
Das ist es wert.
Matthias Wiedemann Dezember 24, 2025
Ich hab’s auch so erlebt. Ich hab gedacht, ich müsste perfekt sein. Kein Zucker. Kein Brot. Kein Abendessen.
Dann hab ich’s aufgegeben. Und dann hab ich’s geschafft.
Es geht nicht um Perfektion. Es geht darum, nicht aufzuhören.
Ich hab heute wieder Schmerzen. Aber nicht mehr jeden Tag.
Und ich hab gelernt: Ich brauche keine Diät. Ich brauche nur mich selbst. Und ein bisschen Geduld.